Was ist Schrödingers Katze?
Was ist daran seltsam?
Ob das Atom zerfällt, ist reiner Zufall. Nach der Quantenmechanik befindet es sich bis zur Messung in einer Überlagerung aus zerfallen und nicht zerfallen. Überträgt man das auf die Apparatur, wäre die Katze zugleich tot und lebendig.
Erst das Öffnen der Kiste würde entscheiden, welcher Zustand eintritt. Das widerspricht allem, was wir über Katzen wissen.
Was wollte Schrödinger damit sagen?
Genau das. Er zielte auf die Kopenhagener Deutung und darauf, dass sie quantenmechanische Begriffe unbesehen auf die Welt der großen Dinge überträgt. Das Beispiel war als Einwand gemeint, nicht als Erklärung.
Deshalb ist es doppelt ironisch, dass das Bild heute überall als Sinnbild für die Quantenphysik auftaucht.
Wie löst die Physik das auf?
Über die Dekohärenz. Ein System aus vielen Teilchen steht in ständigem Austausch mit seiner Umgebung, und dieser Austausch zerstört die Überlagerung in unvorstellbar kurzer Zeit.
Für eine Katze geschieht das so schnell, dass der Überlagerungszustand nie entsteht. Das Beispiel funktioniert als Denkanstoß und nicht als Beschreibung der Wirklichkeit.
Gab es je eine Katze?
Nein. Es war immer ein Gedankenexperiment, und Schrödinger selbst betonte das. Der Aufsatz erwähnt die Kiste in einem einzigen Absatz, der seither bekannter ist als alles andere, was er geschrieben hat.
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Und, gemerkt?
Was sitzt in Schrödingers Kiste neben der Katze?